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DRK Ortsverein 
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Flüchtlingshilfe in der BEA Sasbachwalden

Am 02.09. erfuhren wir, dass binnen weniger Tage ein seit mehreren Jahren leer stehendes Hotel, das sich in teils desolatem Zustand befand, für ca. 300 Flüchtlinge bewohnbar gemacht und eingerichtet werden sollte. Etliche ehrenamtliche Helfer des DRK Kreisverbandes Bühl-Achern, des THW und der Feuerwehr waren nahezu rund um die Uhr im Einsatz, um die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen. Auch 20 Auszubildende der Firma Bosch aus Bühl unterstützten bei der Vorbereitung. Ein Sicherheitsdienst sorgte für die Absicherung der Helfer und der Unterkunft. Vom DRK Ortsverein Sinzheim-Hügelsheim waren 5 Helfer an diesen Tagen mehrmals im Einsatz.

Das alte Mobiliar wurde entfernt und hunderte Stockbetten aufgebaut. Strom- und Wasserversorgung sowie die Sicherheit des Gebäudes waren neben organisatorischer Vorbereitung für die Ankunft der Flüchtlinge große Aufgaben, die von den Helfern bewältigt werden mussten. Unsere DRK-Kameraden unterstützten in der Vorbereitungsphase hauptsächlich bei der Verpflegung der Helfer.

Foto: M.Ernst, C.Peter und H.Czadowski im Einsatz
Foto: DRK Sinzheim-Hügelsheim e.V. - M.Ernst, C.Peter und H.Czadowski im Einsatz in der BEA Sasbachwalden

Am Tag des Einzugs der ersten Flüchtlinge wurden vom DRK zwei Behandlungsräume zur medizinischen Erstversorgung eingerichtet. Auch die Verpflegung aller Helfer wurde weiterhin sichergestellt. Parallel zu den Arbeiten an und in der Unterkunft war die Bevölkerung aufgerufen, nicht mehr benötigte Kleidung für die Flüchtlinge zu spenden. Das Echo der Bevölkerung war enorm und so konnten bereits am Tag des Einzugs viele Kleider- und Sachspenden von DRK und THW zur Unterkunft gebracht werden.


Die ehrenamtlichen DRK-Helfer unterstützten u.a. bei der Registrierung der Flüchtlinge und der Zimmerzuteilung, betreuten die Neuankömmlinge, brachten sie zu ihren Zimmern, versuchten Fragen zu beantworten und organisierten noch fehlende Dinge, wie z.B. Windeln. Beim Verteilen gespendeter Kuscheltiere leuchteten nicht nur die Augen der Kinder. Auch den Eltern sah man neben ihrer Erschöpfung ein bisschen Freude und vor allem Dankbarkeit an.

Wir lernten Menschen kennen, die aus vielen unterschiedlichen Ländern stammen, mehrere Wochen unterwegs waren und ziemlich erschöpft vor uns standen. Da waren Menschen, die nichts mehr hatten. Manche hatten ein paar Tüten mit ihren letzten Habseligkeiten bei sich. Trotz all der Strapazen waren sie es nicht müde, die vielen ehrenamtlichen Helfer anzulächeln und bei jeder sich bietenden Gelegenheit DANKE zu sagen. Sie gingen rücksichtsvoll und zuvorkommend miteinander um. Bei der Essensausgabe warteten die Menschen geduldig in einer Schlange, ohne Gedränge. Sie halfen sich gegenseitig beim Tragen der Kinder und übersetzten bei Bedarf, wenn die wenigen Dolmetscher anderweitig halfen. Schwangere und Familien mit Kindern wurden ganz selbstverständlich zuerst zur Registrierung durchgelassen. Wir erlebten ein Miteinander, das wir uns überall wünschen.

Viele von uns hatten vorher nur wenig mit Flüchtlingen zu tun. Gerade die Situation, Menschen in einer Erstaufnahmeeinrichtung zu begrüßen und sich um sie zu kümmern, war für nahezu alle neu. "Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich gestern 'thank you' und 'god bless you' hörte." und "Die Ruhe, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit fand ich sehr beachtlich." sind nur zwei Stimmen von DRK-Kameraden, die mit uns gemeinsam auch weiterhin für die Flüchtlingshilfe bereit stehen.

Inzwischen leben rund 850 Flüchtlinge im ehemaligen „Bel Air“ in Sasbachwalden. Das DRK hat bis dato ca. 1800 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Wenn auch Sie in der Flüchtlingshilfe gerne unterstützen möchten, kontaktieren Sie uns. Jede helfende Hand ist willkommen.